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Nährstoffaufnahme und Muskeltonus

Der Nähstoffhaushalt wird neben den primären biochemischen Prozessen auch durch die Muskelspannung beeinflusst. Dauerhafte Verspannungen können zu körperinternem Wassermangel sowie zu einem Magnesiumdefizit führen.


Ist unsere Kiefermuskulatur angespannt, so bewertet das Gehirn diese Kontraktion als Schutz des Körpers vor unkontrollierten und abrupten Bewegungen des Kopfes. Dr. Carl Ferreri erkannte diesen Zusammenhang und nannte den Zustand der Kieferverspannung auch „Defensive Jaw", übersetzt Verteidigungs- oder Abwehrkiefer. In dessen Folge werden unwillkürlich ebenfalls Hals, Nacken und Schultern versteift. Der Körper ist somit allzeit bereit zu kämpfen oder zu fliehen.


Um einer Gefahr wirkungsvoll begegnen zu können braucht es aber noch mehr. Viele Muskeln des Körpers müssen in einer Gefahrensituation sofort aktivierbar sein. Das Gehirn veranlasst daher die Ausschüttung des Stresshormons Adrenalin. Damit wird der Körper kampf- oder fluchtbereit. Unter anderem wird der Herzschlag hochgefahren, der Blutdruck wird erhöht und ein Großteil des Muskelapparates wird in die sog. isometrische Vorspannung versetzt.


Problematisch kann diese Reaktion werden, wenn die Verspannungen im Kiefer chronisch werden und somit der Körper ständig im Modus „Achtung Gefahr” arbeitet. In diesem Zustand können wir sehr schlecht in unsere Ruhe finden.


Das Adrenalin wird in der Nebennierenrinde produziert. Die Dauerproduktion hat auch Auswirkungen auf die Nieren selber. Sie ziehen sich zusammen und können ihren Aufgaben, der Steuerung des Wasser- und Elektrolythaushalts sowie der Ausscheidung nicht mehr optimal nachkommen. Das Wasser im Körper wird dann häufig ungenügend gereinigt und in zu hohen Dosen ausgeschieden. Das passiert insbesondere wenn wir trinken. Das getrunkene Wasser wird schlecht aufgenommen und verarbeitet und viel davon wird ungenutzt wieder ausgeschieden. Fehlt dem Körper das Wasser, werden weniger Nährstoffe transportiert, zum Beispiel das wichtige Element Magnesium. Das Fehlen von Magnesium kann einen Überschuss von Kalzium verursachen. Ablagerungen an Gelenken (Arthrose) und in den Muskelfasern (Fibromyalgie) können die Folge sein.


Gleichzeitig können durch die Kontraktion der Niere und der damit verbundenen schlechteren Filterung andere Elemente zu hohen und schädlichen Konzentrationen im Körper gelangen, zum Beispiel Quecksilber oder Fluoride.


Kinesiologische Techniken die auf die Verringerung der Muskelspannung zielen können hier lindernd wirken, zum Beispiel die Balance von Nähstoffen und Toxinen und/oder RESET.